Mikronährstoffe bei Reizdarm

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Wie Sie in unserem Artikel Reizdarm – Ursachen, Symptome und Therapie bereits lesen konnten, spielen Mikronährstoffe eine wichtige Rolle bei Reizdarm. In diesem Artikel wollen wir uns tiefer mit diesem Thema beschäftigen und Ihnen hilfreiche Tipps zur Selbsthilfe geben.

Mikronährstofftherapie

Eine gestörte Zusammensetzung der Darmflora begünstigt latente Entzündungen der Darmschleimhaut oder eine Verdauungsschwäche und damit die Entwicklung eines Reizdarms. Zusätzlich entsteht schleichend ein Nährstoffmangel, der die funktionellen Darmbeschwerden verstärkt.
Um den Nährstoffmangel auszugleichen, seien im Folgenden einige relevante Mikronährstoffe beschrieben, die sich günstig auf die Ausheilung eines Reizdarms auswirken.

Vitamin D
Vitamin D wird oftmals als das „antibiotische Vitamin“ bezeichnet. Es hindert Bakterien aus dem Dickdarm an einer Besiedlung des Dünndarms und schützt vor einer zu hohen Anzahl schädlicher Darmbakterien.
Unser Körper bildet in der Haut unter Einwirkung von Sonnenlicht Vitamin D. Im Winter oder bei einer überwiegenden Tätigkeit in geschlossenen Räumen sollten aber gerade Darmpatienten ihren Vitamin-D-Spiegel regelmäßig überprüfen lassen und supplementieren.

L-Glutamin
Die Aminosäure L- Glutamin ist ein wichtiger Baustein der Darmbarriere. In Studien zeigte sich die Verringerung einer bereits erhöhten Darmdurchlässigkeit (Leaky Gut) bei regelmäßigen Gaben von L- Glutamin. L- Glutamin wird neben Ernährungsumstellung und der Einnahme von Probiotika als eine der wichtigsten Elemente der Darmsanierung angesehen.

Melatonin
Das Hormon Melatonin, das während des Schlafens gebildet wird, entsteht nicht nur in der Zirbeldrüse, sondern zum Großteil im Darmtrakt, reduziert dort Entzündungen und repariert die Darmschleimhaut.

Omega-3-Fettsäuren
Omega-3- Fettsäuren sind natürliche Entzündungshemmer und bieten Schutz vor zahlreichen Erkrankungen. Sie fördern die Besiedelung des Darms mit nützlichen Bakterien. Omega-3-Fettsäuren kommen natürlicherweise in fettem Seefisch vor. Es gibt jedoch auch pflanzliche Quellen wie Leinöl, Walnüssen oder bestimmten Mikroalgen.

Vitamin E
Die Einnahme von Vitamin E verbessert die Darmfunktion und vermindert die Symptome, indem das Immunsystem verbessert und Entzündungsprozesse gelindert werden.

Vitamin B-Komplex
Die B-Vitamine spielen eine bedeutende Rolle bei der Energiegewinnung und Zellteilung. Für den Darm ist das besonders wichtig, da sich die Zellen der Darmschleimhaut häufiger teilen als beispielsweise Hautzellen. Eine ausreichende Versorgung mit B-Vitaminen stellt sicher, dass Darmschäden heilen können und die Darmschleimhaut somit über eine ausreichende Resorptionsfähigkeit (Aufnahmefähigkeit von Nährstoffen) verfügt. Zudem sind B-Vitamine erforderlich für die Bildung und Funktion des Nervengewebes. Das dichte Nervengeflecht im Darm verbraucht einen großen Teil der B-Vitamine, um seine Funktion aufrecht erhalten zu können.

Aufgaben der Darmflora

Wie man aus den oben erwähnten Beispielen sehr gut erkennen kann, geht die Wirkung von Mikronährstoffen nicht von einem einzelnen Nährstoff aus. Die Gesamtheit macht den Effekt. In der modernen Mikronährstofftherapie bevorzugt man deshalb heute zur Vorbeugung und bei der Behandlung der RDS-Symptome eine natürliche Mikronährstoffmischung. Sie garantiert die optimale Versorgung der Zellen und hält Körper und Geist fit und leistungsfähig.

Von vielen Fachleute empfohlen werden natürliche flüssige Mikronährstoffkonzentrate – diese werden besser vom Körper aufgenommen als Pillen oder Tabletten, da durch die flüssige Form die Nährstoffe bereits über die Schleimhäute resorbiert werden. Zudem liefern Sie alle Mikronährstoffe die der Körper täglich benötigt (Hier erhalten Sie eine Übersicht empfohlener Präparate).

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Empfehlungen bei Reizdarm

Mikronährstofftherapie

  • Nehmen Sie täglich einen natürliches Mikronährstoffkonzentrat das auch Omega-3-Fettsäuren, Coenzym Q10 und sekundäre Pflanzenstoffe enthält.
  • Tipp: Mikronährstoffpräparate in Saftform kann der Körper deutlich besser und physiologischer verwerten als Pillen oder Pulver.

Bauchmassage
Nicht nur bei akut auftretenden Beschwerden lohnt es sich, wenn Sie den Bauch sanft um den Nabel herum in kreisenden Bewegungen massieren. Wichtig ist dabei, die Bewegung kreisend im Uhrzeigersinn auszuführen, das heißt, 12 Uhr wäre oben am Rippenbogen, sechs Uhr unten am Schambein. Wenn druckempfindliche Punkte bemerkt werden, sollten Sie diese ausdauernd und weiterhin sanft, ebenfalls im Uhrzeigersinn, massieren.

Darmsanierung
Wie bei allen Darmbeschwerden setzt die Naturheilkunde an der Wurzel an und unterstützt mittels Einnahme von Probiotika (für den Körper wichtige, lebende Darmbakterien), um die Fehlbesiedelung der Darmflora auszugleichen. Diese Darmbakterien ernähren sich von den Ballast- und Faserstoffen, die für unseren Körper unverdaulich sind, und produzieren kurzkettige Fettsäuren, die von den Zellen der Darmschleimhaut aufgenommen werden, wodurch sich die Schleimhaut wieder beruhigt und die Symptome zurückgehen.
Zusätzlich ist die Einnahme von Präbiotika sinnvoll. Präbiotika sind selektiv fermentierte Substanzen, die für den Menschen nicht verdaulich sind, jedoch den „guten“ Darmbakterien als Nahrung dienen, wodurch deren Vermehrung angeregt wird.

Ernährung
Bislang gibt es noch keine Hinweise auf eine geeignete Diät, die die Symptome eines Reizdarms abklingen lässt. Vielmehr sollte die Ernährung so gestaltet werden, dass Lebensmittel, die schwer verdaulich sind oder reizend auf die Schleimhaut wirken, vermieden werden.

Einige grundsätzliche Ernährungstipps für die Darmgesundheit möchte ich hier auflisten:

  • Faser- und ballaststoffreiche Lebensmittel, zum Beispiel frisches Gemüse, fördern generell die Verdauung. Wer Vollkornprodukte nicht gut verträgt, kann auf Leinsamen oder Flohsamenschalen zurückgreifen. Diese harmonisieren die Verdauung und wirken Verstopfungen wie auch Durchfällen entgegen. Wichtig ist beim Verzehr nur, dass ausreichend dazu getrunken wird, da sowohl Flohsamen als auch Leinsamen im Darm aufquellen und dem Körper das Wasser entziehen.
  • Außerdem ist eine darmschonende Kost empfehlenswert. Lebensmittel wie verschiedene Kohlarten, (rohe) Zwiebeln, Hülsenfrüchte oder auch scharfe Gewürze wirken blähend und können den Darm zusätzlich reizen. Auch vertragen viele Menschen keine Rohkost am Abend, weshalb gedünstetes Gemüse mit Kartoffeln oder Reis einem Salat vorzuziehen ist.
  • Da jeder Mensch unterschiedlich auf Lebensmittel reagiert, ist es empfehlenswert, ein Ernährungstagebuch über einen Zeitraum von mehreren Wochen zu führen. Es kann Ihnen helfen, mögliche Zusammenhänge zwischen Ihrer Ernährung und den Darmbeschwerden leichter zu erkennen.
  • Empfehlenswerte Lebensmittel bei Reizdarm sind u.a. Vollkornnudeln und –reis, Haferflocken, Karotten, Pastinaken, Fenchel, Kartoffeln, Bananen, Himbeeren, Aprikosen sowie kaltgepresste Öle (Achtung: diese Öle dürfen nicht erhitzt werden!)
  • Zu trinken empfiehlt sich stilles Wasser, ungesüßte Kräutertees (vor allem Fenchel, Kümmel, Melisse, Pfefferminze)
  • Essen Sie langsam, und achten Sie darauf, jeden Bissen gut durchzukauen. So verdauen Sie bereits einen großen Teil des Essens im Mund vor, da bereits der Speichel verdauungsfördernde Enzyme enthält. Das entlastet den Darm zusätzlich.
  • Seien Sie sich bewusst, wie wichtig ein ausgeglichener Mikronährstoffhaushalt ist.
  • Verwenden Sie zur Basisversorgung täglich ein natürliches Mikronährstoffkonzentrat, das auch Omega-3-Fettsäuren, Coenzym Q10, L-Carnitin und sekundäre Pflanzenstoffe enthält.
    Tipp Mikronährstoffpräparate in flüssiger Form  kann der Körper deutlich besser und physiologischer verwerten als Pillen oder Pulver.
  • Weitere Informationen finden Sie online unter:

    Alltagshelfer bei Reizdarm: Unsere Empfehlungen
    Reizdarm – Ursachen, Symptome und ganzheitliche Therapie

    Weitergehende Informationen und Bücher zum Thema



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