Mikronährstoffe bei Migräne

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Wie Sie in unserem Artikel Migräne – Ursachen, Symptome und Therapie bereits lesen konnten, spielen Mikronährstoffe eine wichtige Rolle bei Migräne. In diesem Artikel wollen wir uns tiefer mit diesem Thema beschäftigen und Ihnen hilfreiche Tipps zur Selbsthilfe geben.

Mikronährstofftherapie

Bei der Therapie von Migräne spielt der Einsatz der Mikronährstoffe mittlerweile eine bedeutende Rolle. In neuen Untersuchungen wurde nachgewiesen, dass während eines Migräneanfalles der nitrosative und der oxidative Stress deutlich ansteigen. Interessant ist dabei, dass bei Migräne im Gegensatz zu anderen Kopfschmerzarten der hohe oxidative Stress mit vermehrtem Verbrauch von Mikronährstoffen auch nach der Kopfschmerzattacke noch weiter besteht.

Die Einnahme zusätzlicher Mikronährstoffe als Radikalfänger ist also schon aufgrund des erhöhten oxidativen Stresses bei Migräne dringend anzuraten. Dabei haben sich natürliche Mikronährstoffkombinationen deutlich besser bewährt als die Einnahme einzelner Mikronährstoffe. So hat eine Studie aus Amerika gezeigt, dass Vitamine aus Obst oder Gemüse zusammen mit den sekundären Pflanzenstoffen darin mehr als 200-mal stärker vor freien Radikalen schützen als einzelne Vitamine.

In den aktuellen Richtlinien zur Behandlung von Migräne wurden einige Mikronährstoffe aufgenommen. Einen hohen Stellenwert genießt dabei Coenzym Q10, von dem nachgewiesen wurde, dass es die Anfallhäufigkeit und den Schweregrad von Migräneanfällen reduziert. Das erklärt sich aus den drei Hauptwirkungen von Coenzym Q10: es ist die Schlüsselsubstanz für die Energieherstellung in den Zellkraftwerken und wirkt damit dem Energiemangel in den Nervenzellen entgegen. Gleichzeitig wirkt Coenzym Q10 auch dem erhöhten nitrosativen und oxidativen Stress entgegen.

Weitere wichtige Mikronährstoffe für die Energieherstellung in den Zellen sind Magnesium und L-Carnitin. Dementsprechend wurden für beide Mikronährstoffe eine positive Wirkung gegen Migräne nachgewiesen. Eine weitere Studie zeigte, dass Magnesium in Verbindung mit Vitamin E auch bei menstruationsbedingter Migräne hilfreich ist. Außerdem reduzieren Mikronährstoffpräparate mit Magnesium auch die Anzahl der Kopfschmerztage bei Kindern.

Andere essentielle Mikronährstoffe, die in den Studien häufig empfohlen werden, sind die Gruppe der B-Vitamine. Eine Studie aus Spanien mit 430 Migränepatienten zeigte, dass diese Patienten oft höhere Homocysteinwerte hatten als gesunde Menschen. Durch die zusätzliche Gabe von B-Vitaminen sanken nicht nur die Homocystein-Werte, auch wichtige Gene funktionierten anschließend besser.

Auch Omega-3-Fettsäuren nehmen in der Prävention von Migräneanfällen eine wichtige Rolle ein. In zahlreichen Studien wurde bewiesen, dass eine zusätzliche Einnahme von Omega-3-Fettsäuren das gesamte Entzündungsgeschehen positiv beeinflusst11. So berichteten 4 von 5 Studienteilnehmern über eine Verringerung der Migränehäufigkeit als auch über eine reduzierte Schwere der Anfälle12.

Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, wie wichtig die sekundären Pflanzenstoffe bei der Vorbeugung und Behandlung von Migräne sind. So konnte beispielsweise von Inhaltsstoffen des grünen Tees in Kombination mit anderen Kräutern eine Dreifachwirkung gegen Migräne nachgewiesen werden13: Sie wirken schmerzdämpfend, verändern die Durchblutung positiv und verbessern die Bereitstellung von Nervenbotenstoffen.

Von vielen Fachleute empfohlen werden natürliche flüssige Mikronährstoffkonzentrate – diese werden besser vom Körper aufgenommen als Pillen oder Tabletten, da durch die flüssige Form die Nährstoffe bereits über die Schleimhäute resorbiert werden. Zudem liefern Sie alle Mikronährstoffe die der Körper täglich benötigt (Hier erhalten Sie eine Übersicht empfohlener Präparate).

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Veränderungen im Lebensstil

Neben der Ernährung und der Versorgung mit Mikronährstoffen kommt auch dem allgemeinen Lebensstil eine große Bedeutung im Kampf gegen die Migräne zu. Hier rückt zunehmend wieder der Sport in den Vordergrund. In zwei aktuellen Studien wurde nachgewiesen, dass die Häufigkeit der Kopfschmerzattacken um etwa die Hälfte sinkt, wenn die Migränepatienten drei Mal pro Woche Sport treiben. Der positive Nebeneffekt der Gewichtsabnahme reduziert darüberhinaus noch die Schmerzempfindlichkeit.

Es eignen sich Ausdauersportarten wie Walken, Schwimmen, Radfahren und Aquajogging. Dabei kommt es nicht so sehr auf die Intensität des Sports an als vielmehr auf die Regelmäßigkeit. Daneben hat der Sport auch noch wichtige Wirkungen beim Stressabbau und bei der Verbesserung der vegetativen Steuerung. Da Stress und Schlafstörungen zu den wichtigsten Triggern der Migräne gehören, bieten diese Punkte auch wichtige Ansätze zur Vorbeugung der Migräne.

Zahlreiche Studien haben zudem die Wirksamkeit der Akupunktur bei Migräne belegt. Sie ist eine nebenwirkungsfreie und kosteneffektive Methode um die Schmerzen zu behandeln.) Nach neuesten Untersuchungen verbessert die Akupunktur Muskelverspannungen, das vegetative Nervensystem und die Schmerzwahrnehmung bei chronischen Kopfschmerzen.

Empfehlungen bei Migräne

Mikronährstofftherapie

  • Nehmen Sie täglich einen natürliches Mikronährstoffkonzentrat mit Zink und Vitamin C, um die optimale Zellversorgung mit allen Mikronährstoffen sicher zu stellen.
  • Tipp: Mikronährstoffpräparate in Saftform kann der Körper deutlich besser und physiologischer verwerten als Pillen oder Pulver.

Bewegung und Entspannung

  • Sorgen Sie für regelmäßigen körperlichen Ausgleich: Spaziergänge, Sport, Gymnastik. Wenn Sie sich angespannt fühlen, versuchen Sie sich bewusst zu entspannen.
  • Lebenseinstellung: Gestalten Sie Ihre Arbeitszeit und Ihre Freizeit aktiv.
  • Wenn Sie an Ihre Grenzen gelangen, setzen Sie sich Prioritäten, machen Sie sich einen schriftlichen Plan um Ihre Zeit optimal zu nutzen und für sich auch Erholungszeit einzuplanen. Führen Sie ein Kopfschmerztagebuch, um Ihre individuellen Auslöser herauszufinden.

Essen und Trinken

  • Trinken Sie genügend Wasser. Mindestens 2 Liter am Tag sollten es sein Essen Sie auch in Stressperioden regelmäßig. Ernähren Sie sich gesund (regelmäßig Gemüse, Obst, oft Fisch etc.) und abwechslungsreich.
  • Reduzieren Sie den Anteil von Fleisch und Kohlenhydraten in der täglichen Ernährung.
  • Trinken (Alkohol, Kaffee) und rauchen Sie nur wenig oder gar nicht, besonders aber sollten Sie darauf achten, dass der Konsum in Stresssituationen stark eingeschränkt wird.

Weitere Informationen finden Sie online unter:

Alltagshelfer bei Migräne: Unsere Empfehlungen
Migräne – Ursachen, Symptome und ganzheitliche Therapie

Weitergehende Informationen und Bücher zum Thema

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